Wie Eggenhaus zu den Plätzchen kamen

Wie Eggenhaus zu den Plätzchen kamen

Mit einem „Eierwagen“ fuhr Martin Eggenhaus aus Ostbevern im Kreis Warendorf in den frühen 90er Jahren durch das Ruhrgebiet und nahm die ersten Plätzchen mit auf seine Verkaufstouren. Damals bot er den Kunden zwei Sorten an: Spritzgebäck und Haferflockenplätzchen. Diese backte seine Frau Gisela Eggenhaus per Hand in der Küche ihrer Mutter. Nach traditionellen Rezepten zauberte die gelernte Hauswirtschaftsleiterin mit viel Leidenschaft die Leckereien. Das duftende Gebäck fand großen Anklang bei den Kunden.

Von dem ersten verdienten Geld bezahlte Gisela Eggenhaus ihr Brautkleid. Und das brachte ihr Glück. Denn die Nachfrage steigt stetig. Heute backt sie im großen Stil. Seit 2005 hat die Familie eine eigene Backstube auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. Dort werden 20 Sorten Plätzchen, von Nussecken über Heidesand bis zu Friesenkeksen, an fünf Tagen pro Woche das ganze Jahr über gebacken. Die Familie legt dabei besonderen Wert auf Qualität. Nur erlesene Zutaten werden verwendet. Sie verzichtet dabei auf künstliche Zusatzstoffe und hält sich streng an altbewährte Rezepte.

Die Plätzchen verkaufen sie nicht vor Ort, sondern hauptsächlich in Hofläden, in Bauernhofcafés, auf Märkten und an Tankstellen. Aber auch in Raiffeisenmärkten, an Erdbeer- und Spargelständen sowie in Gourmet- und Spezialitätenläden sind die Gaumenfreuden zu finden.

Den Hof führt die Familie bereits in der fünften Generation. Früher wurden dort Hühner, Kühe und Schweine gehalten. Heute hat sich Martin Eggenhaus auf Sauenhaltung, Schweinemast und Ackerbau spezialisiert. Die Plätzchen-Bäckerei ist zu einem festen Standbein des Betriebes geworden. Martin und Gisela Eggenhaus möchten bis zu ihrer Rente und am liebsten darüber hinaus, den Duft nach warmem Gebäck nicht mehr missen.